{"id":3745,"date":"2022-08-14T10:00:00","date_gmt":"2022-08-14T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.raetia.net\/?p=3745"},"modified":"2024-06-11T15:09:33","modified_gmt":"2024-06-11T13:09:33","slug":"verortung-perspektive-_33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/verortung-perspektive-_33\/","title":{"rendered":"Verortung &#038; Perspektive _33"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/1001-Nacht.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3749\" width=\"-9\" height=\"-13\" srcset=\"https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/1001-Nacht.jpg 640w, https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/1001-Nacht-276x400.jpg 276w, https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/1001-Nacht-8x12.jpg 8w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"wasserstand-12-juni-2022\">Sonnenstand (III) 14. August2022<\/h6>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Muhsin Mahdi&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ff0303\" class=\"has-inline-color\"><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Tausendundeine Nacht<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/mark><\/strong><br>Nach der \u00e4ltesten arabischen Handschrift<br>in der Ausgabe von Muhsin Mahdi<br>erstmals ins Deutsche \u00fcbertragen von Claudia Ott<br>Neue Orientalische Bibliothek<br><em>Verlag C.H.Beck, M\u00fcnchen 2004<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Neu\u00fcbersetzung von Tausendundeine Nacht macht erstmals die \u00e4lteste arabische Fassung der orientalischen Erz\u00e4hlsammlung in deutscher Sprache zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dreihundert Jahre nachdem Antoine Galland das Werk in Europa bekannt gemacht und mit zahlreichen Erg\u00e4nzungen ins Franz\u00f6sische \u00fcbertragen hat, ist Tausendundeine Nacht nun in einer von allen europ\u00e4ischen \u00dcbermalungen, Ausschm\u00fcckungen und Pr\u00fcderien der letzten Jahrhunderte freien Form neu zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chtlichen Erz\u00e4hlungen von Schahrasad, mit denen sie ihren k\u00f6niglichen Gatten verzaubert und so ihren Tod immer weiter aufschiebt, entf\u00fchren den Leser in die Welt der Basare und Karawansereien, der weisen Kalifen und verschlagenen H\u00e4ndler, der vornehmen Damen und klugen Ehefrauen, der m\u00e4chtigen Zauberinnen, Dschinnen und b\u00f6sen D\u00e4monen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie berichten von erotischen Vergn\u00fcgungen und harten Schicksalsschl\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Leser wird sich dem ebenso leidenschaftlichen wie geistreichen Charme dieser Geschichten entziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Klappentext)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/02-Scheherazade-Op.-35_-2.-Lento.m4a\"><\/audio><figcaption><strong>Nikolai Rimsky-Korsakov (1844-1908) : Scheherazade op. 35, 2. Satz : Lento<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"perspektive-24\">Perspektive 33<\/h3>\n\n\n\n<p>Sommerzeit. Ferienzeit. Lesezeit?<br>Das Institut zur Verbesserung der Lage unterbreitet Ferragosto-Lese-Angebote.<br>B\u00fccher zum Um-, Be-, \u00dcber-, Nach- &amp; Vordenken.<br>B\u00fccher (nicht nur) f\u00fcr Sommer-, Tropen- und Vollmondn\u00e4chte.&nbsp;<br>Auf den Bergen, an den Str\u00e4nden, in den W\u00fcsten, den Wohn-, Schlaf- &amp; Traumwelten unseres Planeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder brauchen M\u00e4rchen. Geschichten. Erwachsene auch.<br>Kinder lieben Gespenster. Geisterbahnen. Erwachsene auch.<br>Kinder bewundern Helden. Widerst\u00e4ndige. Erwachsene auch.<br>Kinder f\u00fcrchten Dunkelheiten. Nachtschatten. Erwachsene auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwachsene f\u00fcrchten das Scheitern. Die Scham. Kinder (eigentlich) nicht.&nbsp;<br>Erwachsene bewundern den Realisten. Den Traumlosen. Kinder (eigentlich) nicht.<br>Erwachsene lieben Ordnungen. Ver- &amp; Gebote. Kinder (eigentlich) nicht.&nbsp;<br>Erwachsene brauchen B\u00f6rsen-, Wetter-, Wellness-, Motor- &amp; Modejournale. Kinder (eigentlich) nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Tausendundeine Nacht: ein Buch f\u00fcr Erwachsene &amp; Kinder.<br>Tausendundeine Nacht: ein Buch f\u00fcr Erwachsene die Kinder &amp; Kinder die erwachsen werden wollen.<br>Tausendundeine Nacht: ein Buch der M\u00e4rchen. Geschichten. Erz\u00e4hlungen. Fabeln.<br>Tausendundeine Nacht: ein Buch f\u00fcr Tr\u00e4umer &amp; Traumlose. Hoffende &amp; Hoffnungslose. Erfolgreiche &amp; Erfolglose.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tausendundeine Nacht: ein Buch ohne nachweisbare Autoren. Ohne Urheberrechtsverfahren. Ohne Literaturpreise.<br>Die erste entdeckte Abschrift der seit Jahrhunderten erz\u00e4hlten Abenteuer des Lebens stammt aus dem 9. Jahrhundert n.d.Z.<br>Aufgefunden in Bagdad. Ein Fragment. Auf der R\u00fcckseite eines Dokumentes eines damaligen Rechtsberaters.<br>Urspr\u00fcnglich eine persische Geschichtensammlung: \u00bbHaz\u0101r afs\u0101na\u00ab (Tausend Romanzen).&nbsp;<br>Sp\u00e4ter ins Arabische \u00fcbertragen und erheblich erweitert: \u00bbAlf Laila\u00ab (Tausend N\u00e4chte).<br>Doch einige der verorteten Erz\u00e4hl-Modelle jenes uralten Ged\u00e4chtnis der Menschheit liegen woanders: in Indien &amp; China.<\/p>\n\n\n\n<p>Tausendundeine Nacht: ein Kulturerbe. Erz\u00e4hlt &amp; verschriftet in unterschiedlichen Zivilisationen. Aus fernen und nahen Zeiten.&nbsp;<br>Ver- &amp; geeint durch jene ber\u00fchmt wie ber\u00fcchtigte Rahmenhandlung entstand eine scheinbar unendliche Geschichte.&nbsp;<br>Figuren und Handlungen dieser N\u00e4chte findet der Leser in mehr oder weniger abgewandelten Formen auch in der Gegenwart.<br>\u00bbSesam, \u00f6ffne dich\u2026\u00ab: Ali Baba und Sindbad der Seefahrer sind selbst den Unterhaltungstigern in Hollywood nicht unbekannt.<br>\u00bbSesam, \u00f6ffne dich\u2026\u00ab: Und die ungeheure Vielfalt des Guten &amp; B\u00f6sen, der Gerechten &amp; Geknechteten ergl\u00fcht &amp; erbl\u00fcht. &nbsp;&nbsp;<br>\u00bbSesam, \u00f6ffne dich\u2026\u00ab: Neusprachlich komprimiert &amp; Endreim-Prosaisch geht es in diesen N\u00e4chten um folgendes: &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Verwandlungen. Anwandlungen. Abwandlungen. Umwandlungen.<br>Metamorphosen. Seerosen. Neurosen. Samthosen. Psychosen. Puderdosen.<br>Diebe. Hiebe. Triebe. Liebe. Kriege. Siege. Spiele. Federkiele.<br>Eintracht &amp; Zwietracht. Kummerfalten &amp; Lichtgestalten.<br>Abenteuer &amp; Ungeheuer. Sternenglanz &amp; Derwischtanz.&nbsp;<br>Haremsgesch\u00f6pfe &amp; Safrant\u00f6pfe. Gotteskinder &amp; Sklavenschinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch m\u00f6ge den geneigten LeserInnen die Sprachmagie im poetischen Original nicht vorenthalten werden.<br>Shopping im einstigen Bagdad. Hier ein Auszug aus der Geschichte: \u00bbDer Tr\u00e4ger und die drei Damen\u00ab:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong> Er hatte sich an seinen Korb gelehnt und wartete auf Kundschaft.<br>Pl\u00f6tzlich blieb eine Frau vor ihm stehen.<br>Sie war in einen seidengef\u00fctterten Mantel aus Mosul geh\u00fcllt, trug ein feines, schwarz und wei\u00df gemustertes Kopftuch mit goldenem<br>Saum, goldene Schuhe mit wehenden Schuhriemen und Gamaschen, deren B\u00e4nder ihre Beine umspielten.<br>Diese Frau blieb vor ihm stehen und hob ihren Schleier.<br>Schwarze Augen blickten darunter hervor mit langen Wimpern an den Augenlidern, deren \u00e4u\u00dfere Winkel mit einem Lidstrich verl\u00e4ngert waren.<br>Ihr Blick war so sanft, ihre Gestalt so vollkommen, als h\u00e4tten die Dichter mit ihren sch\u00f6nsten Versen keine andere beschrieben als sie.<br>Mit zarten Worten und s\u00fc\u00dfer Stimme sprach sie ihn an: \u00bbTr\u00e4ger, nimm deinen Korb und folge mir.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Damit nahm er den Korb und folgte ihr.<br>Vor dem Laden des Obsth\u00e4ndlers hie\u00df sie ihn wieder stehenbleiben.<br>Dort kaufte sie \u00c4pfel von der Sorte Fathi, osmanische Quitten, Chalani-Pfirsiche, Moschus\u00e4pfel, einen Strau\u00df Jasmin der Sorte Hall Fasadati, Lotusblumen aus Damaskus, kleine Herbstg\u00fcrkchen, Zitronen der Sorte Marakibi und Sultani, Myrte, Basilikum, Reseda, Kamillenbl\u00fcten, Levkoyen, einen Strau\u00df Iris, Lilien, Anemonen, Veilchen, Ochsenaugen, Narzissen und Sonnenblumen.<br>Alles das tat sie in den Korb des Tr\u00e4gers und er folgte ihr weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Als N\u00e4chstes machten sie beim Fleischer halt.<br>\u00bbSchneide mir zehn Pfund mageres, gutes Fleisch ab!\u00ab, sagte sie und bezahlte auch gleich den Preis daf\u00fcr.<br>der Fleischer schnitt ihr zurecht, was sie sich aussuchte, wickelte das Fleisch ein und gab ihr das Paket.<br>Sie legten es ebenfalls in den Korb und taten noch etwas Holzkohle dazu.<br>Dann wies sie den Tr\u00e4ger wieder an: \u00bbNimm deinen Korb und folge mir!\u00ab<br>Der Tr\u00e4ger begann sich zu wundern.&nbsp;<br>Er hob den Korb auf den Kopf, und sie gingen zu einem anderen Kaufmann.<br>Dort kauften sie die leckersten Spezialit\u00e4ten, n\u00e4mlich eingesalzene Sperlinge, gespaltene und gestampfte Oliven, Estragon, Sauerrahm, Damaszener K\u00e4se, saures Gem\u00fcse, ges\u00fc\u00dft und unges\u00fc\u00dft, von allem soviel sie brauchte.<br>Sie tat es in den Korb des Tr\u00e4gers und sagte: \u00bbTr\u00e4ger, nimm deinen Korb und folge mir.\u00ab<br>Der Tr\u00e4ger nahm den Korb auf und folgte ihr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dame aber ging von dem Kaufmann gleich weiter zu einem Nussverk\u00e4ufer.<br>Von ihm kaufte sie Pistazienkerne, solche, die man zum Dessert verwendet, Rosinen aus Aleppo, Mandelkerne, irakisches Zuckerrohr, Baalbeker S\u00fc\u00dfigkeiten, die aus St\u00e4rkemehl, Mastix und Pistazien zubereitet waren, Haselnusskerne, ger\u00f6stete Kichererbsen und noch dazu verschiedene andere Sorten ger\u00f6steter und gesalzener Kerne, so viel sie brauchte.&nbsp;<br>Alles das lud sie in den Korb des Tr\u00e4gers, dann wandte sich sich zu ihm mit den Worten:<br>\u00bbTr\u00e4ger, nimm deinen Korb und komm mit mir.\u00ab Er hob den Korb auf und eilte ihr nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun blieb sie beim S\u00fc\u00dfwarenh\u00e4ndler stehen und kaufte einen riesigen Teller, auf dem alle S\u00fc\u00dfigkeiten, die er anzubieten hatte, angeordnet waren:<br>Kairiner s\u00fc\u00dfe St\u00fcckchen, geflochtene Z\u00f6pfe nach Art der Armenier in Balaikan, dreieckige Bl\u00e4tterteigkrapfen, gef\u00fcllt und mit Moschus parf\u00fcmiert, eine weiche lockere S\u00fc\u00dfspeise mit dem Namen \u00bbWunder von Umm Salih\u00ab, osmanisches Schmalzgeb\u00e4ck, in Sesam\u00f6l frittierte Dattelpasteten, Mandel-Honig-Gelee, s\u00fc\u00dfe Fladen aus Marzipan, Amberk\u00e4mme, K\u00fcchlein mit dem Namen \u00bbFinger von Banid\u00ab, Witwenbrot, eine persische Spezialit\u00e4t mit dem Namen \u00bbBasandud\u00ab, Kadi-H\u00e4ppchen, eine Sorte, die man \u00bbIss und Danke\u00ab nannte, Zuckerbiskuits der Marke \u00bbF\u00fcr feine Leute\u00ab und Liebespl\u00e4tzchen.&nbsp;<br>All diese verschiedenen Sorten S\u00fc\u00dfigkeiten lie\u00df sie auf einem Teller anordnen und stellte ihn dann in den Korb.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sagte der Tr\u00e4ger zu ihr: \u00bbGute Frau, h\u00e4ttest du mir das nicht eher sagen k\u00f6nnen?<br>Dann h\u00e4tte ich ein Lastpferd oder ein Kamel mitgenommen, um all diese Eink\u00e4ufe zu tragen.\u00ab<br>Sie aber l\u00e4chelte nur und ging weiter zu einem Drogisten, von dem sie zehn Flaschen Weidenbl\u00fctenlik\u00f6r kaufte, ebenso viel Lotuswasser, zwei Zuckerh\u00fcte, eine Spritzflasche Rosenwasser mit Moschusaroma, ferner Moschus, Weihrauchharz in Kieselform und Adlerholz mit Amber zum R\u00e4uchern, Leuchterkerzen aus Wachs und solche f\u00fcr die Handlaterne. \u00bbTr\u00e4ger\u00ab, sagte sie, \u00bbnimm deinen Korb und komm mit mir.\u00bb<br>Und der Tr\u00e4ger nahm den Korb.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ging vor ihm her bis sie endlich an ein h\u00fcbsches Wohnhaus gelangte, vor dem sich ein weiter Platz \u00f6ffnete.<br>Das Haus war hoch gebaut und mit starken S\u00e4ulen gest\u00fctzt. Die beiden Fl\u00fcgel der Eingangst\u00fcr bestanden aus reinem Elfenbein und waren mit funkelndem Gold \u00fcberzogen. Vor dieser T\u00fcr blieb die Dame stehen.<br>Sie klopfte leise\u2026&nbsp;<strong>\u2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Geneigter Leser, geneigte Leserin: alles Zutaten zur Verbesserung der Lage. Nicht nur im Sommer. Und in Bagdad.<br>Falls Sie wo auch immer jenen Supermarkt finden sollten, der all diese Feinkost heute f\u00fchrt: bitte um R\u00fcckmeldung.<br>Ach, und wenn Sie den spannenden Ausgang dieser 28. Tausendundeine Nacht-Geschichte erfahren wollen:<br>Dann lesen Sie doch bitte am besten die restlichen 973 Tausendundeine Nacht-Geschichten.<br>Nur soviel sei hier verraten: gleich beim Betreten des Hauses trifft unser Korbtr\u00e4ger auf eine weitere Dame:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Es war ein M\u00e4dchen, f\u00fcnf Spannen hoch gebaut, mit wohlgeformten, festen Br\u00fcsten, voller Sch\u00f6nheit und Anmut, Glanz und Vollkommenheit, von aufrechter und ebenm\u00e4\u00dfiger Figur.<br>Ihre Stirn war so wei\u00df wie der wei\u00dfe Stirnfleck des Halbmonds, ihre Augen wollten es den Augen der Gazellen und Bergantilopen nachtun, sie hatte Augenbrauen, so sch\u00f6n und so rund wie die Mondsichel im Monat Schaaban, und Wangen wie roter Mohn.<br>Ihr Mund war wie der Siegelring Salomons, mit Lippen, rot wie Karneole, und Z\u00e4hnen, wie Perlen aufgereiht in einer Fassung aus Korallen.<br>Ihr Hals war wie ein schlankes persisches Wei\u00dfbrot auf der Tafel eines Sultans, ihre Brust war frisch wie ein Springbrunnen, und ihr Busen \u00e4hnelte zwei pr\u00e4chtigen Granat\u00e4pfeln.<br>Ihr Bauchnabel fasste zwei Unzen Behennuss\u00f6l, und darunter sa\u00df etwas, das glich einem Kaninchen mit flauschig behaarten Ohren\u2026&nbsp;<strong>\u2022<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und: unbedingt und nicht hoch genug zu loben ist die Editions- &amp; \u00dcbersetzungsarbeit von Frau Claudia Ott.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Renald Deppe)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":3749,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-3745","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ab-und-zu-stand","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-25","no-featured-image-padding"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3745","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3745"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3745\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4129,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3745\/revisions\/4129"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3749"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3745"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3745"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3745"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}