{"id":3041,"date":"2022-05-22T10:00:00","date_gmt":"2022-05-22T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.raetia.net\/?p=3041"},"modified":"2024-06-11T15:15:58","modified_gmt":"2024-06-11T13:15:58","slug":"verortung-perspektive-_21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/verortung-perspektive-_21\/","title":{"rendered":"Verortung &#038; Perspektive _21"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"299\" height=\"168\" src=\"https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/Byung-Chul-Han-II.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3050\" srcset=\"https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/Byung-Chul-Han-II.jpg 299w, https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/Byung-Chul-Han-II-18x10.jpg 18w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h6 class=\"wp-block-heading\" id=\"leerstand-22-mai-2022\">Leerstand 22. Mai 2022<\/h6>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"marcel-proust-1871-1922\"><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Byung-Chul Han<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><br>(*1959)<\/h2>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#fc0000\" class=\"has-inline-color\">Palliativgesellschaft<\/mark><\/strong><br>Schmerz heute<br><em>Matthes &amp; Seitz, Berlin 2020<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Unser Verh\u00e4ltnis zum Schmerz verr\u00e4t, in welcher Gesellschaft wir leben. Schmerzen sind Chiffren.&nbsp;Sie enthalten den Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der jeweiligen Gesellschaft. So hat jede Gesellschaftskritik eine Hermeneutik des Schmerzes zu leisten.<br>Werden Schmerzen allein der Medizin \u00fcberlassen, verfehlen wir ihren Zeichencharakter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Heute herrscht \u00fcberall eine Algophobie, eine generalisierte Angst vor Schmerzen. Auch die Schmerztoleranz sinkt rapide. Die Algophobie hat eine Daueran\u00e4sthesierung zur Folge. Jeder schmerzhafte Zustand wird vermieden. Verd\u00e4chtig sind inzwischen auch Liebesschmerzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Konflikten und Kontroversen, die zu schmerzhaften Auseinandersetzungen f\u00fchren k\u00f6nnen, wird immer weniger Raum gegeben. Die Algophobie erfasst auch die Politik. Konformit\u00e4tszwang und Konsensdruck nehmen zu. Die Politik richtet sich in einer Palliativzone ein und verliert jede Vitalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Zu Visionen oder einschneidenden Reformen, die schmerzen k\u00f6nnten, ist die palliative Politik nicht f\u00e4hig.nLieber greift sie zu kurzwirkenden Analgetika, die systemische Dysfunktionen und Verwerfungen nur verschleiern. Die palliative Politik hat keinen Mut zum Schmerz. So setzt sich das gleiche fort.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Die Palliativgesellschaft f\u00e4llt mit der Leistungsgesellschaft zusammen. Der Schmerz wird als ein Zeichen der Schw\u00e4che gedeutet.<br>Er ist etwas, das es zu verbergen oder wegzuoptimieren gilt. Er vertr\u00e4gt sich nicht mit der Leistung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Die Passivit\u00e4t des Leidens hat keinen Platz in der vom K\u00f6nnen beherrschten Aktivgesellschaft. Der Schmerz wird heute jeder M\u00f6glichkeit des Ausdrucks beraubt. Er ist dazu verurteilt zu verstummen. Die Palliativgesellschaft l\u00e4sst nicht zu, den Schmerz zu einer Passion zu beleben, zu versprachlichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Die Palliativgesellschaft ist ferner eine Gesellschaft des \u00bbGef\u00e4llt-mir\u00ab. Sie verf\u00e4llt einem Gef\u00e4lligkeitswahn. Alles wird gegl\u00e4ttet, bis es Wohlgefallen ausl\u00f6st. \u00bbLike\u00ab ist das Signum, ja das Analgetikum der Gegenwart.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Es beherrscht nicht nur die sozialen Medien, sondern alle Bereiche der Kultur. Nichts soll wehtun. Nicht nur die Kunst, sondern das Leben selbst hat \u00bbinstagrammable\u00ab zu sein, das hei\u00dft frei von Ecken und Kanten, von Konflikten und Widerspr\u00fcchen, die schmerzen k\u00f6nnen. Vergessen wird, dass der Schmerz reinigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Selbstverletzendes Verhalten nimmt heute rapide zu. \u00bbRitzen\u00ab entwickelt sich zu einer globalen Epidemie. Bilder von tiefen Schnittwunden, die man sich selbst zugef\u00fcgt hat, zirkulieren in den sozialen Netzwerken. Sie sind neue Schmerzbilder. Sie weisen auf die vom Narzissmus beherrschte Gesellschaft hin,&nbsp;in der jeder bis zur Unertr\u00e4glichkeit mit sich selbst beladen ist. Ritzen ist ein vergeblicher Versuch, diese Ego-Last abzuwerfen, aus sich selbst, aus destruktiven inneren Spannungen auszubrechen. Diese neuen Schmerzbilder sind die blutenden R\u00fcckseiten der Selfies.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Die Kultur der Gef\u00e4lligkeit hat vielf\u00e4ltige Ursachen. Die Kulturprodukte geraten immer mehr unter den Zwang des Konsums. Sie m\u00fcssen eine Form annehmen, die sie konsumierbar, das hei\u00dft gef\u00e4llig macht. Diese \u00d6konomisierung der Kultur geht mit der Kulturalisierung der \u00d6konomie einher. Konsumg\u00fcter werden mit kulturellem Mehrwert versehen. Sie versprechen kulturelle, \u00e4sthetische Erlebnisse. So wird das Design wichtiger als der Gebrauchswert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Die Konsumsph\u00e4re dring in die Kunstsph\u00e4re. Konsumg\u00fcter pr\u00e4sentieren sich als Kunstwerke. Dadurch vermischen sich Kunst- und Konsumsph\u00e4re,&nbsp;was zur Folge hat, dass nun die Kunst sich ihrerseits der Konsum\u00e4sthetik bedient. Sie wird gef\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Auch der unbedingte Wille zur Schmerzbek\u00e4mpfung l\u00e4sst vergessen,&nbsp;dass der Schmerz gesellschaftlich vermittelt ist.<br>Analgetika, massenweise verordnet, verdecken gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse, die zu Schmerzen f\u00fchren. Die ausschlie\u00dfliche Medikalisierung und Pharmakologisierung des Schmerzes verhindert,<br>dass der Schmerz Sprache, ja Kritik wird. Sie nimmt dem Schmerz den Objektcharakter. Mit medikament\u00f6s oder medial induzierter Abstumpfung immunisiert sich die Palliativgesellschaft gegen Kritik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Auch soziale Medien und Computerspiele wirken wie An\u00e4sthetika.<br>Die gesellschaftliche Daueran\u00e4sthesie verhindert Erkenntnis und Reflexion, unterdr\u00fcckt die \u00bbWahrheit\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Wir sind heute so sehr vom Ego beherrscht, benommen, ja berauscht. Das erstarkende narzisstische Ego begegnet im Anderen vor allem sich selbst. Auch digitale Medien beg\u00fcnstigen das Verschwinden des Anderen. Sie reduzieren den \u00bb Widerstand des Anderen\u00ab, indem sie diesen \u00bbverf\u00fcgbar\u00ab machen. Wir verm\u00f6gen den Anderen immer weniger in seiner Andersheit wahrzunehmen. Wird der andere in seiner Andersheit beraubt, so l\u00e4\u00dft er sich nur konsumieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Schmerz ist Bindung.<br>Wer jeden schmerzhaften Zustand ablehnt, ist bindungsunf\u00e4hig.<br>Intensive Bindungen, die schmerzen k\u00f6nnten, werden heute gemieden. Alles spielt sich ab in einer palliativen Komfortzone.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Die Palliativgesellschaft entpolitisiert den Schmerz, indem sie ihn medikalisiert und privatisiert. Unterdr\u00fcckt und verdr\u00e4ngt wird dadurch die gesellschaftliche Dimension des Schmerzes. Kein Protest geht von jenen chronischen Schmerzen aus,&nbsp;die sich als \u00bbpathologische Erscheinungen der M\u00fcdigkeitsgesellschaft\u00ab interpretieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;<strong>Die Pandemie<\/strong> verh\u00e4lt sich wie der Terrorismus,&nbsp;<br>der ebenfalls dem nackten Leben einen nackten Tod entgegenschleudert&nbsp;und dadurch eine heftige Immunreaktion hervorruft. An Flugh\u00e4fen wird jeder wie ein potentieller Terrorist behandelt. Widerstandslos lassen wir dem\u00fctigende Sicherheitsma\u00dfnahmen \u00fcber uns ergehen. Wir lassen es zu, dass unser K\u00f6rper nach versteckten Waffen abgetastet wird. <br><strong>Das Virus<\/strong> ist ein Terror aus der Luft. Jeder wird als potentieller Virustr\u00e4ger verd\u00e4chtigt, was eine Quarant\u00e4negesellschaft hervorbringt und ein biopolitisches \u00dcberwachungsregime zur Folge haben wird.<br><strong>Die Pandemie<\/strong> stellt keine andere Lebensform in Aussicht. Im Krieg mit dem Virus ist das Leben mehr denn je ein \u00dcberleben. Die Hysterie des \u00dcberlebens versch\u00e4rft sich viral.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;\u00bbSeelennacktheit\u00ab nennt Elias Canetti die Schutzlosigkeit gegen\u00fcber dem Anderen. Sie ist verantwortlich f\u00fcr die Unruhe, in die mich der Andere versetzt. Sie macht es unm\u00f6glich, gegen\u00fcber dem Anderen gleichg\u00fcltig zu sein. Die Seelennacktheit \u00e4u\u00dfert sich als Angst um andere. Erst diese Angst um andere lehrt mich, wer ich bin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Die Seelennacktheit, die Ausgesetztheit, der Schmerz zum Anderen kommt uns heute ganz abhanden. Unsere Seele ist gleichsam von einer Hornhaut \u00fcberwuchert, die uns v\u00f6llig unempfindlich, unempf\u00e4nglich macht gegen\u00fcber dem Anderen. Auch die digitale Blase schirmt uns immer mehr vom Anderen ab. Die klare Angst um andere weicht komplett einer diffusen Angst um sich. Ohne den Schmerz zum Anderen haben wir keinen Zugang zum Schmerz des Anderen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2022<\/strong>&nbsp;Das schmerzlose Leben mit permanentem Gl\u00fcck wird kein menschliches Leben mehr sein. Das Leben, das seine Negativit\u00e4t verfolgt und austreibt, hebt sich selbst auf. Tod und Schmerz geh\u00f6ren zusammen. Im Schmerz wird der Tod antizipiert.<br>Wer jeden Schmerz beseitigen will, wird den Tod abschaffen m\u00fcssen.<br>Aber das Leben ohne Tod und Schmerz ist kein menschliches, sondern ein untotes Leben. Der Mensch schafft sich ab, um zu \u00fcberleben. Er wird wom\u00f6glich die Unsterblichkeit erreichen, aber um den Preis des Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Kontrapunkt<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.raetia.net\/wp-content\/uploads\/01-Tizian_1736-_Pergolesi_Stabat-mater-1.-Satz-1736.m4a\"><\/audio><figcaption class=\"wp-element-caption\">Giovanni Battista Pergolesi (1710 &#8211; 1736) : I. Stabat Mater Dolorosa<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"perspektive-21\">Perspektive 21<\/h3>\n\n\n\n<p>Byung-Chul Han. Geboren in Seoul. Aufgewachsen in S\u00fcdkorea.<br>Byung-Chul Han. Studium in Freiburg und M\u00fcnchen. Philosophie. Deutschsprachige Literatur. Katholische Theologie.<br>Byung-Chul Han.&nbsp;2012-2017 Professor f\u00fcr Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin.<br>Byung-Chul Han. Kann mit wenigen S\u00e4tzen Gewissheiten, Gewohnheiten, Verbindlichkeiten grundlegend ersch\u00fcttern.&nbsp;<br>Byung-Chul Han. Kann B\u00fccher schreiben. Hat ein Buch geschrieben. \u00dcber den Schmerz. Heute. Gestern. Und morgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Buch zum An- &amp; Verzweifeln.<br>Ein Buch zum F\u00fcrchten.<br>Ein Buch zum Nach- &amp; Vordenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ehrliches Buch.<br>Ein schmerzhaftes Buch.<br>Ein unverzichtbares Buch.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Buch der Verluste.<br>Ein Buch der Trauer.&nbsp;<br>Ein Buch der Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p>80 Seiten Bestandsaufnahme.<br>80 Seiten G\u00e4nsehaut.<br>80 Seiten zur Verbesserung der Lage.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungeheuerliches. \u00dcber die Verschlechterung der Lage. Auf 80 Seiten.&nbsp;<br>Scharfblick. F\u00fcr die Vermessung der Lage. Auf 80 Seiten.<br>Angebote. Zur Verbesserung der Lage. Auf 80 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>In 80 Tagen um die Welt. (Jules Verne)<br>80 Seiten. Zur Verortung von Welt. (Byung-Chul Han)<br>160 Angebote. Zur Wahrnehmung der Welt. (Institut zur Verbesserung der Lage)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Kochbuch. Kein Bilderbuch.<br>Kein medizinischer Ratgeber.<br>Kein Gesangbuch. Kein Sparbuch.<\/p>\n\n\n\n<p>Byung-Chul Han kann andere B\u00fccher schreiben. Zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Dschungelbuch. \u00dcber Verwachsungen in &amp; an &amp; \u00fcber &amp; unter &amp; um uns.<br>Ein Adressbuch. F\u00fcr das Auffinden von Verantwortungs- &amp; Verursacherpal\u00e4sten.&nbsp;<br>Ein Kursbuch. Zur Orientierung in Intensiv-, Polizei-, Durchgangs &amp; Endstationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Buch f\u00fcr Einsteiger. Aussteiger. Aufsteiger. Absteiger. Umsteiger. Und Bergsteiger.<br>Ein Buch mit verst\u00e4ndlich formulierten Haupt-, Neben-, Frage-, Kausal- &amp; Finals\u00e4tzen.<br>Ein Buch ohne Ablauf- &amp; Verfallsdatum. Ohne Um-, Ab-, Sch\u00f6n- &amp; Kleinschreibung.<\/p>\n\n\n\n<p>Byung-Chul Han erinnert am Anfang seine Buches an <strong>Walter Benjamin<\/strong>: &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDer Schmerz allein unter allen K\u00f6rpergef\u00fchlen<br>ist f\u00fcr den Menschen ein schiffbarer Strom mit nie versiegendem Wasser, der ihn ins Meer f\u00fchrt.<br>Die Lust erweist sich \u00fcberall da, wo der Mensch ihr Folge zu geben trachtet, als eine Sackgasse.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Byung-Chul Han erinnert am Anfang seine Buches an <strong>Ernst J\u00fcnger:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbNenne mir dein Verh\u00e4ltnis zum Schmerz, und ich will Dir sagen, wer Du bist!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Nenne mir deinen Schmerz \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse, und ich\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine M\u00f6glichkeit. Zur Verbesserung der Fragen. Heute. Gestern. Und morgen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Renald Deppe)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":3051,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-3041","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ab-und-zu-stand","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-25","no-featured-image-padding","resize-featured-image"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3041"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3041\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5027,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3041\/revisions\/5027"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.raetia.net\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}